Nachlese zum Antuckern 2004

Es gibt Wassersportclubs, da wird die Planung zum Saisonbeginn, also dem Antuckern bzw. der Anfahrt alljährlich zum Problem hochstilisiert. Wohin soll es gehen, was soll an Programm geboten werden, wer organisiert, und und .. ? Man beschäftigt hierbei sogar clubinterne Arbeitsgruppen die dann einen Vorschlag erarbeiten sollen.

Diese Sorgen haben wir im Sportbootclub Fulda glücklicherweise bislang noch nicht, bei uns werden im Regelfall bereits während bzw. unmittelbar nach dem Antuckern schon Pläne und Ideen für das kommende Jahr geboren. So ist z.B. schon eine Idee für das Antuckern des SBC im kommenden Jahr vorhanden. In 2005 soll es mal an den Neckar nach Heidelberg gehen.

Aber alles der Reihe nach. In diesem Jahr fuhren wir über Chr. Himmelfahrt, vom 20. bis 23. Mai 2004 nach Winningen an die Mosel.

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Nachdem vormittags die Boote geslippt waren, die Trailer bei einem befreundeten Bootshändler auf dessen gesicherten Gelände abgestellt wurden und eine kurze Einweisung über die Fahrstrecke erfolgte, starteten wir um 11.00 Uhr in Richtung Mosel. Wir, das waren die Besatzungen von vier Booten, die dann vom Hafen Schierstein den Rhein talwärts befuhren. Darunter befanden sich auch zwei Gäste“ mit einem 7,50 m Boot aus Hünfeld vom Yachtclub Schweinfurt, also echte "Mainfahrer", die den Rhein bis dato nur von Erzählungen her kannten.

Mit bereitgestellten Handfunkgeräten war die Kommunikation während der Fahrt sichergestellt, so dass auf evtl. auftretende Probleme sofort reagiert werden konnte. Bei herrlichem Wetter mit leichtem Wind führte uns die Fahrt durch`s Rheintal vorbei an Eltville, Oestrich, Geisenheim, durch das Nebenfahrwasser direkt an der Rüdesheimer Promenade vorbei in die so genannte "Gebirgsstrecke".


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Mit Passieren der Rotweinstadt Assmannshausen wurde das Wasser etwas ruppiger, was sich durch eine starke Wellenbildung, bedingt durch stärker werdenden Wind und die Großschifffahrt, bemerkbar machte. Ab den bekannten Orte wie Lorch, Kaub, Bacharach und Oberwesel wurde das Fahrwasser immer enger und die Wellen immer höher. Kurz vor der Loreley passierte es dann. Das Boot mit unserer Gäste vom Main, unterschnitt mit dem Bug eine Welle und eine größere Menge besten Rheinwassers ergoss sich über das Vorschiff, die Kajüte und die Frontscheibe in die Plicht (richtig, es heißt Plicht und nicht Pflicht). Da man auf dem Main mit so etwas nicht unbedingt rechnen muss, stand auch die Tür zur Kajüte offen, so dass auch diese "leicht benetzt" wurde. Es wurde gemunkelt, dass der Bootsführer nach der blonden Dame in den Felsen Ausschau hielt und dabei die Wellen vernachlässigte. Glücklicherweise war diese auch dann das einzige Malheur während der gesamten Fahrt über die vier Tage.

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Nach St. Goar wurde das Wasser dann wieder ruhiger und die Fahrrinne wieder breiter, so dass wir gegen 13.45 Uhr am Deutschen Eck in noch ruhigeres Fahrwasser, die Mosel einfahren konnten. Die Schleuse Koblenz wurde über Funk angesprochen, um die einzigste Schleusung mit der Großschifffahrt durchzuführen. 

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Nach weiteren 12 Moselkilometern erreichten wir gegen 15.00 Uhr die Marina Winningen. Auch hier wurde über UKW Funk angefragt an welchem Anlegesteg und welche Boxen wir belegen konnten. Das Boot rückwärts in die Box manövrieren, Anlegen und Vertäuen, Landstromverbindung herstellen, Münzautomaten füttern, Begrüßung der Fam. U. Müller (sie kamen auf dem Landweg nach Winningen) und dem hörbarem Öffnen zweier Sektflaschen und Anstoßen auf unser "Antuckern" am Steg war der erste Teil des diesjährigen Antuckerns beendet.

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Am frühen Abend unternahmen wir einen Rundgang durch den Weinort Winningen (Pflichtveranstaltung, weil sehenswert) mit Einkehr in einer Straußwirtschaft. Den Tag selbst ließen wir dann in gemütlicher Runde in der Marina spät in der Nacht ausklingen. 

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Der zweite Tag, Freitag der 21. Mai begann, nach einem gemeinsamen Frühstück an der Steganlage, mit einer Bahnfahrt nach Koblenz und der Besichtigung der meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt Koblenz. Den Abend ließen wir dann bei merklich kühleren Temperaturen wieder in der Marina (aber im Restaurant) ausklingen.

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Samstag früh nach dem Frühstück brachen wir wieder auf und wollten noch den Stadthafen von St. Goar am Rhein erreichen. Trotz relativ schlechtem Wetter mit starkem Wind und Regen sowie starker Wellenbildung auf dem Rhein verlief die Fahrt unproblematisch. Man hatte ja auf der Hinfahrt etwas gelernt.

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Beim „Landgang“ in St. Goar wurde wegen frischer Brötchen am Sonntag früh der Bäcker aufgeklärt und so und festgestellt, dass es ein Weinfest im Ort gibt. Auch das haben wir nicht ausgelassen und so manches Glas probiert. Nachts gab es dann noch ein Feuerwerk gratis dazu.

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Am Sonntag, dem 23. Mai wurde die Rückfahrt nach Schierstein angetreten und auf unserer Steganlage ließen wir dann unser diesjähriges Antuckern gemütlich und in aller Ruhe ausklingen.

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Unsere Gäste vom Main waren sehr angetan von unserer Veranstaltung, und es wurde gemunkelt, dass diese Fahrt auf dem Rhein noch in zwei bis drei Jahren am oberen Main die Runde machen wird.


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Karl Heinz Menges

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