Saisonbeginn des Sportbootclub Fulda vom 04. – 07. Juni 2015

20.07.2015 18:51 von Karl Heinz Menges

„Antuckern“, der fachmännische Begriff für den Saisonstart der Bootsfahrer, sollte den Sportbootclub Fulda (SBC Fulda) nach vielen Jahren wieder mal an die Lahn führen. Bad Ems, das alte „Kaiserbad“, sollte das Ziel einer Viertagestour über Fronleichnam mit den Booten werden. So eine Tour muss entsprechend vorbereitet und geplant werden, eine erste Abfrage ergab, dass Clubmitglieder mit 8 Booten, einschließlich des clubeigenen Schulungsbootes sowie einem Wohnwagen und einem Wohnmobil teilnehmen wollten.



Es mussten also Liegeplätze für 8 Boote in einem Hafen, Stellplätze für WoWa und WoMo, nebst der Möglichkeit der Nutzung von sanitären Einrichtungen, Aufenthaltsmöglichkeiten an Land und der logistischen Versorgung mit allerlei Back- und Wurstwaren und dergleichen vorhanden sein. Da bietet sich in Bad Ems nur die Marina Kutscher im Schleusenkanal der Lahn an. Nachdem die Zusagen aus Bad Ems vorlagen konnte die Feinplanung angegangen werden. Am vorletzten Tag unserer Tour wollten wir aber wieder die halbe Strecke bis St. Goar zurückfahren.

In einer recht intensiven Fahrtbesprechung auf der clubeigenen Steganlage im Hafen Wiesbaden Schierstein, wurden den Teilnehmern einige Besonderheiten der Strecke von Schierstein bis Lahnstein (Rhein) und von Lahnstein nach Bad Ems (Lahn) erläutert. So wies der Clubvorsitzende Karl Heinz Menges u.a. auf Untiefen am Rhein, wie die Krausaue bei Rüdesheim, den Jungferngrund und Geisenrücken in der „Gebirgsstrecke“ bei Oberwesel, den Braubacher Grund oberhalb von Braubach und alle Fähren zwischen Budenheim und Boppard hin. Die Hinweise zur Lahn beinhalteten die zu treffenden Vorbereitungen an den Schleusen, sowie auf die besondere Rücksichtnahme bei der Begegnung mit Paddler, Kanuten und Ruderern. Mit einem Appell an alle „Kapitäne“ sich innerhalb der ausgetonnten Fahrrinne zu halten, startete der SBC mit nunmehr 6 Booten auf die vor uns liegende 92 km lange Strecke mit 4 Schleusen, für die eine Fahrtzeit von 5 Stunden kalkuliert wurde.



Die Fahrt führte durch das Weltkulturerbe „Oberes Mittelrheintal“, vorbei an der Germania bei Rüdesheim, dem Mäuseturm bei Bingen, der Pfalzgrafenstein bei Kaub, der Loreley bei St. Goarshausen, der Marksburg bei Braubach und vielen anderen Burgen bzw. Burgruinen entlang des Rheins. Außer einer „erfrischenden Dusche“ für die Besatzung eines Bootes mit der entsprechenden Menge Wasser im Boot, verursacht durch große Wellen bei Boppard, verlief die Fahrt reibungslos. Ab Lahnstein fuhren wir die letzten 12 Km, mit 4 Schleusen bis Bad Ems.






Der zweite Tag war mit einer Zugfahrt nach Koblenz und Kultur, wie u.a. das Deutsche Eck, das Weindorf und die Altstadt von Koblenz, verplant. Am Abend wurde der hafeneigene Grill ausprobiert und ein gemütlicher Abend im Hafen verbracht.







Da sich die Strecke rheinaufwärts von Lahnstein bis Wiesbaden bei starker Strömung sehr „ziehen“ kann, wurde am 3. Tag (Samstag früh) bereits der Rückweg bis St. Goar am Rhein angetreten. Hier ist auf der Rheinstrecke, insbesondere gegen die Strömung, eine gute Seemannschaft und Konzentration der Bootsführer gefordert um das Boot auf der meistbefahrenden Wasserstraße in Europa sicher zu beherrschen und allen Risiken aus dem Wege zu gehen.



Da auch in St. Goarer Stadthafen bei der FunBoat Marina alles vorbereitet war und jeder seinen Platz an der Steganlage fand, stand nun einem ausgedehnten „Landgang“ nichts mehr im Wege. Die restlichen 55 km bis zum Heimathafen des SBC Fulda, wurden dann am Sonntag, trotz starkem Schiffsverkehr insbesondere in der Gebirgsstrecke, problemlos und sicher bewältigt.



Fazit der Fahrt: hervorragendes Wetter, keine Probleme auf der Strecke, überall gute Laune und alle wieder gut in Schierstein bzw. zu Hause angekommen.

Zurück

Like Us on Facebook

Zufallsbild

Termine

< April 2018 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30